Verkaufspreisentwicklung - Statistik und Realität

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Nach den Zeiten der Pandemie, der Zinswende und den allgemeinen Teuerungsraten befindet sich der Immobilienmarkt noch immer in einer Findungsphase. Dennoch sind erste Anzeichen für eine Besserung im Jahr 2024 in Sicht.

Wer sich aktuell mit dem Kauf oder Verkauf einer Immobilie befasst, kommt am Markt zu ganz unterschiedlichen Erkenntnissen. Ein wichtiger Faktor ist nach wie vor das Thema Finanzierung. Sowohl Käufer als auch Eigenheimbesitzer, die beispielsweise auslaufende Zinsbindungen im Rahmen ihrer Kredite verlängern wollen, sehen sich mit einem Zins von 3,5–4 % konfrontiert. Nach Jahren der Niedrigzinspolitik ist dies eine große Hürde bei der Planung der eigenen Finanzen. Im Gegenzug sinken die Kosten für Baumaterialien nur langsam, was einen massiven Einbruch im Neubaubereich zur Folge hat. Im August 2023 setze sich der Rückgang bei den Baugenehmigungen somit rasant fort, die Zahl der bewilligten Wohnungen ging nach jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts binnen Jahresfrist um knapp ein Drittel zurück. Auch der politisch angestrebte Wohnungsbau von 400.000 Wohnungen ist in weite Ferne gerückt.

Chance und Realität für Verkäufer

Das hohe Defizit an Wohnraum lenkt den Fokus zunächst auf den vorhandenen Immobilienbestand. Gut für Verkäufer? Ja und nein. Der Mangel an Neubau beflügelt derzeit Umsätze bei den Bestandsimmobilien, hier aber vorrangig bei Investoren im Bereich der Mehrfamilienhäuser. Im privaten Bereich muss der Verkaufende oftmals einen längeren Atem haben. Bedingt durch die Kaufzurückhaltung haben sich die Vermarktungszeiten deutlich verlängert, potenzielle Interessenten nutzen dies nun auch für Preisverhandlungen, die in Zeiten der Niedrigzinsen undenkbar waren. Mit ein Grund hierfür sind zu positive Marktdatenzahlen. Diese spiegeln einen langfristigen Schnitt aus Bestand und Neubau auf Basis von Angebotsdaten wider und bereinigen sich erst im Laufe der zeitlichen Erfassung. Derzeit liegen die Verkaufspreise der Bestandsimmobilien deutlich unter den gewünschten Werten der Eigentümer, der deutschlandweite Index zeigt diese Trendwende aber bereits recht deutlich. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Energieeffizienz. Seit Einführung des neuen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) herrscht allgemeine Verunsicherung über Sanierungskosten bei Altbauten sowie bei den Fördermöglichkeiten im sogenannten Heizungsgesetz. Mieter, die sich vorstellen können, eine Immobilie zu kaufen, schließen zu 64 % unsanierte Bestandsimmobilien mit einem eindeutigen „Nein“ aus den Überlegungen aus. Zum Vergleich: Sanierte Bestandsimmobilien werden nur von 6 % ausgeschlossen, energieeffiziente Neubauten von 12 %. Zu den Topgründen für den Ausschluss unsanierter Immobilien gehören zu viel Aufwand für Modernisierung und Dämmung sowie unkalkulierbare, zu hohe Energiekosten. Daher ist eine eingehende und individuelle Immobilienbewertung eines Immobilienprofis vor Ort immer hilfreich, um die Werte der Liegenschaft im Verkauf hervorzuheben.

Wohnträume ändern sich

Das Eigenheim ist der wohl größte Wunsch der meisten Deutschen – doch das klassische Einfamilienhaus hat an Beliebtheit eingebüßt. Im Rahmen der jährlichen Wohnraumumfrage des Kreditvermittlers Interhyp kam heraus, dass nur noch 53 % auf das klassische Modell des Wohnens setzen, somit 11 % weniger als in den Vorjahren. Auch Größe und Fläche verlieren an Relevanz. So lag die durchschnittliche Wohnfläche bei Häusern im Rahmen der Untersuchung nur noch bei 153 Quadratmetern.

Immobilienmarkt in Magdeburg

Der Immobilienmarkt in Magdeburg spiegelt die aktuellen Entwicklungen wider, die den gesamten Markt beeinflussen. Unsere Immobilienexperten von KENSINGTON Magdeburg  können Ihnen bei der Bewertung und Vermarktung helfen. Trotz veränderter Wohnvorstellungen bleibt das Eigenheim ein großer Wunsch vieler Deutscher. In Magdeburg gibt es attraktive Immobilienangebote, die den individuellen Bedürfnissen gerecht werden.

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